Plastische Systeme
          Doppelhof & Idylle

 








Großplastik "Idylle"

Kunsthalle Mannheim 1989
Führung: Dr. Sigfried Gerth


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Die Arbeiten des Multimediakünstlers Dieter Lahme sind nicht bloß selbstbezüglich. Alles, was Lahme macht, hat in der einen oder anderen Form mit Realität zu tun und soll auch immer in die Realität wirken. 1989 realisierte Lahme für seine Mannheimer Kunsthallenschau ein Ensemble von drei Großplastiken aus weichem, bespielbarem Schaumstoff. Davon ist heute die Plastik "Obelisk" im Besitz der Kunsthalle Mannheim und die Plastik "Speicher" im Besitz des Museums Schloss Moyland, das die derzeit größte Sammlung von Arbeiten Dieter Lahmes besitzt.
Das "Flagschiff" der Gruppe, die Deutschlandplastik "Idylle" besteht aus zwei autonomen Körpern, die unlösbar durch ein Tuch verbunden sind. Beide Teile können voneinander gelöst und im durch das Tuch definierten Freiraum bewegt werden. Dabei wird spürbar, dass alle mögliche Aktion sinnvoll nur in das partnerschaftliche Neben -und Beieinander der Einzelkörper münden kann. Zusammengefügt schlingt sich das Tuch um die beiden Einzelteile, gibt Halt und macht sie zu einem Ganzen.
Als geschlossener Körper erinnert die Plastik an einen Hochgeschwindigkeitsrennwagen. Botschaft: Gemeinsam sind wir stark, offensiv, schnell, kaum zu schlagen
16 Jahre nach der Erstpräsentation der Deutschlandplastik zog Lahme auch für sich Konsequenzen aus der Botschaft seiner Arbeit. Er zog von Baden-Württemberg nach Sachsen-Anhalt und schenkte die Deutschlandplastik "Idylle" seiner neuen Heimat.